Archiv für die Kategorie ‘Freie Software’

LiMux bietet Jobs!

Samstag, 14. Juni 2008

Es gibt wieder Jobs bei der Stadtverwaltung München! Bei den Bereichen, die auch künftig sowohl unseren LiMux Basisclient als auch die Kombination WollMux+OpenOffice.org weiterentwickeln und betreiben sind derzeit insgesamt vier unbefristete neue Stellen ausgeschrieben.

Wer mehr Infos braucht (www.muenchen.de/stellen):

  • IT-Spezialistinnen/IT-Spezialisten zur Weiterentwicklung des LiMux Basisclients und zur Unterstützung der LiMux Office-Migration (PDF, PDF)

Die Bewerbungsfrist läuft imho noch bis zum 30. Juni 2008.

EU für offene Standards

Dienstag, 10. Juni 2008

Das hat gesessen heute in Brüssel. Nicht nur, dass eine EU-Kommissarin zu einer Veranstaltung des OpenForum Europe geht und eine Keynote hält - nein, der Inhalt war sicher schwer verdaulich für einige der ca. 150 Anwesenden im Hotel Conrad heute morgen mitten in Brüssel.

Wie sonst kann man es deuten, wenn Frau Kroes, die oberste Wettbewerbshüterin der EU, zwar diplomatisch, aber trotzdem deutlich auf sehr aktuelle Diskussionen rund um offene vs. proprietäre Standards eingeht, mehrfach dabei betont, dass natürlicher Wettbewerb gut sei und Zurückhaltung von Seiten der Regulierer sehr wichtig ist, aber dann jeweils das berühmte ABER anfügt.

Einige Zitate und auch der vollständige Redetext sind verfügbar:

Reuters (englisch), heise.de (deutsch), New York Times (englisch)

Als einer der folgenden drei Redner konnte unser Münchner Oberbürgermeister aus der Praxis berichten, dass freie Software und offene Standards schon längst Alltag sind und durch Offenheit der Wettbewerb im Softwaremarkt stimuliert wird. Gleichzeitig konnten wir nochmals verdeutlichen, was OOXML an potentiellen Einschränkungen für einen freien und fairen Wettbewerb mit sich bringt und haben natürlich Frau Kroes empfohlen, hier nochmals genauer hinzuschauen und mit Nachdruck Microsoft klar zu machen, dass den letzten positiven Ankündigungen auch wirklich messbare und v.a. brauchbare Ergebnisse folgen müssen.

Überrascht hat mich das Medieninteresse in Brüssel und die Informiertheit der Anwesenden Journalisten. Noch lange nach offiziellem Ende der Veranstaltung waren “informelle” Gespräche über Hintergründe im Gange. Die Vielzahl der noch im Laufe des Mittags erschienenen Berichte (im englischsprachigen Bereich, die deutschen ziehen gerade nach), zumeist inhaltlich komplett am Thema, zeigen welche Wirkung die Rede der Kommissarin hatte. Sogar die New York Times berichtet, der Korrespondent war da.

Jetzt hat sich DG Wettbewerb klar positioniert, ich bin gespannt, ob DG Informationstechnologie ebenso nachzieht und die Kommission damit ein sehr sehr starker Befürworter und Nutzer offener Standards wird.

Being Open About Standards?

Samstag, 07. Juni 2008

Kommenden Dienstag lädt das OpenForum Europe ein zum “Breakfast Seminar: Being Open About Standards“.

Die EU-Kommissarin für Wettbewerb, Frau Neelie Kroes, wird die Keynote halten - und unser Oberbürgermeister Ude im weiteren Verlauf darstellen, was offene Standards für München an Vorteilen bringen. Selbsterklärend, dass ich ihn dorthin begleite und natürlich werde ich berichten, was so alles passiert. Neben den Veranstaltern haben sich die üblichen Verdächtigen der closed standards Szene (BSA & Co.) angesagt und werden vermutlich keine Gelegenheit auslassen, ihren bei der Kommission fragwürdigen Ruf in besseres Licht zu rücken.

Spannend, zumal die Veranstaltung nicht durch den für Informationstechnologie zuständigen Bereich der Kommission, sondern durch die Wettbewerbskommissarin begleitet wird. Ebene jene, die Microsoft in den letzten Jahren insgesamt 1,7 Milliarden Euro an Bußgeldern aufgebrummt hat.

Linuxtag 2008 Fazit

Sonntag, 01. Juni 2008

So, erstmals seit einer Woche wieder ausgeschlafen. Wurde auch Zeit.

Irgendwie bin ich total hin und hergerissen, was ich schreiben möchte.

Der gemeinsame Stand “LiMux und Auswärtiges Amt” war eine tolle Sache, wir konnten uns bei Besuchergesprächen wunderbar ergänzen und gleichzeitig noch die persönlichen Kontakte untereinander aufbauen. Die Idee ist voll aufgegangen und wird sicherlich bei Gelegenheit wiederholt.

Gleichzeitig habe ich deutlich gemerkt, dass die Messe Berlin und der Linuxtag sich bemüht haben und viele der Kinderschuhprobleme vom letzten Jahr nicht mehr auftraten. Die Einrichtung der freien Stände war imho wesentlich geeigneter und die Infrastruktur außenrum (z.B. günstiges Essen in der Betriebskantine der Messe) war wesentlich besser an eine Veranstaltung wie den Linuxtag angepasst, der nunmal keine echte Businessmesse ist.

Die zwei Hallen Standfläche waren OK, die drei Ebenen (Vorträge - Ausstellung - Vorträge) schon ziemlich verwirrend für den Anfang. Aber das lässt sich imho leicht durch bessere Beschilderung wettmachen.

Gar nicht zufrieden war ich mit der Organisation und dem Ablauf des erstmals angebotenen CIO Summits, der Stellenwand und mit der PR-Vermarktung. Da gibt’s wohl noch Gesprächsstoff…

Bin mal gespannt, was ich noch so als Feedback während der nächsten Tage lesen werde.

Nächstes Jahr ist der Linuxtag übrigens später, d.h. Ende Juni vom 24. bis 27. Juni 2009.

Zwischenbilanz Linuxtag 2008

Freitag, 30. Mai 2008

Wow. Die ersten beiden Tage war an unserem Stand, den wir gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt betreiben, richtig was los. Bereits am Mittwoch, dem traditionell schwächsten Messetag gab’s wenig Pausen.

Und gestern dann noch unser Highlight, die Veröffentlichung des WollMux als freie Software unter der EUPL (Infos). Da ging dann nach dem Tickern gleich mal der dafür übergangsweise genutzte vServer in die Knie.

Mal schauen, was die beiden anstehenden Tage noch bringen.