Archiv für die Kategorie ‘Freie Software’

Ausflug nach Wien

Freitag, 20. Juni 2008

Die österreichische Bundeshauptstadt setzt ja ebenso wie München derzeit (noch) auf freie Software. Auch wenn es zuletzt ein wenig turbulent zuging…

Die Bürgerrechtsorganisation quintessenz hat bei mir gestern angefragt, ob ich nicht Lust hätte, unser mittlerweile sehr erfolgreiches Umstellungsprojekt auch dem interessierten österreichischen Publikum vorzustellen. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen, Wien ist eine wunderschöne Stadt und das Museumsquartier (in dem ich auch vortragen darf) eine sehr interessante Gegend.

Wer sich dafür interessiert: 24.6., 20 Uhr, weitere Infos hier.

Microsoft: ODF hat gewonnen

Freitag, 20. Juni 2008

Gestern haben sie es endlich auch öffentlich eingesehen, Respekt.

“ODF has won”

sagt Stuart McKee, der nationale Technikleiter für den öffentlichen US Bereich. Mehr gibt’s hier.

OSOR offiziell gestartet

Donnerstag, 19. Juni 2008

Heute ist das Open Source Observatory and Repository, eine Plattform der EU Kommission zum Thema freie Software für Verwaltungen in Europa, auch offiziell online gegangen.

Die URL ist: www.osor.eu

Wir Münchner sind dort bereits seit drei Wochen vertreten und haben durch die Veröffentlichung unseres WollMux als freie Software als Betatester die Plattform auf Herz und Nieren getestet.

LiMux bietet Jobs!

Samstag, 14. Juni 2008

Es gibt wieder Jobs bei der Stadtverwaltung München! Bei den Bereichen, die auch künftig sowohl unseren LiMux Basisclient als auch die Kombination WollMux+OpenOffice.org weiterentwickeln und betreiben sind derzeit insgesamt vier unbefristete neue Stellen ausgeschrieben.

Wer mehr Infos braucht (www.muenchen.de/stellen):

  • IT-Spezialistinnen/IT-Spezialisten zur Weiterentwicklung des LiMux Basisclients und zur Unterstützung der LiMux Office-Migration (PDF, PDF)

Die Bewerbungsfrist läuft imho noch bis zum 30. Juni 2008.

EU für offene Standards

Dienstag, 10. Juni 2008

Das hat gesessen heute in Brüssel. Nicht nur, dass eine EU-Kommissarin zu einer Veranstaltung des OpenForum Europe geht und eine Keynote hält - nein, der Inhalt war sicher schwer verdaulich für einige der ca. 150 Anwesenden im Hotel Conrad heute morgen mitten in Brüssel.

Wie sonst kann man es deuten, wenn Frau Kroes, die oberste Wettbewerbshüterin der EU, zwar diplomatisch, aber trotzdem deutlich auf sehr aktuelle Diskussionen rund um offene vs. proprietäre Standards eingeht, mehrfach dabei betont, dass natürlicher Wettbewerb gut sei und Zurückhaltung von Seiten der Regulierer sehr wichtig ist, aber dann jeweils das berühmte ABER anfügt.

Einige Zitate und auch der vollständige Redetext sind verfügbar:

Reuters (englisch), heise.de (deutsch), New York Times (englisch)

Als einer der folgenden drei Redner konnte unser Münchner Oberbürgermeister aus der Praxis berichten, dass freie Software und offene Standards schon längst Alltag sind und durch Offenheit der Wettbewerb im Softwaremarkt stimuliert wird. Gleichzeitig konnten wir nochmals verdeutlichen, was OOXML an potentiellen Einschränkungen für einen freien und fairen Wettbewerb mit sich bringt und haben natürlich Frau Kroes empfohlen, hier nochmals genauer hinzuschauen und mit Nachdruck Microsoft klar zu machen, dass den letzten positiven Ankündigungen auch wirklich messbare und v.a. brauchbare Ergebnisse folgen müssen.

Überrascht hat mich das Medieninteresse in Brüssel und die Informiertheit der Anwesenden Journalisten. Noch lange nach offiziellem Ende der Veranstaltung waren “informelle” Gespräche über Hintergründe im Gange. Die Vielzahl der noch im Laufe des Mittags erschienenen Berichte (im englischsprachigen Bereich, die deutschen ziehen gerade nach), zumeist inhaltlich komplett am Thema, zeigen welche Wirkung die Rede der Kommissarin hatte. Sogar die New York Times berichtet, der Korrespondent war da.

Jetzt hat sich DG Wettbewerb klar positioniert, ich bin gespannt, ob DG Informationstechnologie ebenso nachzieht und die Kommission damit ein sehr sehr starker Befürworter und Nutzer offener Standards wird.