3 Wochen Sri Lanka
Jetzt isses vorbei -schade, hätte noch einige Zeit im Urlaub ausgehalten
Sri Lanka, die Perle im indischen Ozean, war für mich auf jeden Fall eine (Hochzeits-)reise wert. OK, genau als wir aufgebrochen sind, begann die Regierung mit ihrem Schlag gegen die im Norden der Insel ansässige Terrororganisation (in den Augen des Auslands) LTTE, die tamilischen Tiger. Aber wir hatten ja auch keinen Aktivurlaub im Krisengebiet gebucht.
Hin ging’s mit Emirates (kann ich nur wärmstens empfehlen) über Dubai, zurück auch wieder. Hier mal zwei Schnappschüsse aus dem Flughafen, der eine während der Anreise mitten in der Nacht, der andere während der Rückreise am morgen. Richtig voll ist noch untertrieben und alle wollen nur eines: billig bei den Scheichs zollfrei einkaufen

Dubai nachts

Dubai morgens
Zwischendrin gab’s noch ein Getränk, wer errät welches zuckerhaltige Erfrischungsgetränk das ist, darf sich eines gönnen:

Erfrischungsgetränk
Nationalgetränk auf Sri Lanka ist Arrack, ein Kokosschnaps. Sogar Bäume trinken ihn dort, nach übermäßigem Genuss sieht’s am nächsten Morgen dann allerdings so aus im Park:

Rausch im Wald
Gentechnik ist auf der Insel nicht verboten, ab und an sieht man am Straßenrand dann solche Früchte (nennen sich Jackfrucht und sind echt):

Jackfrucht
Gehandelt werden die dann auf solchen Märkten, wobei die Ähnlichkeiten mit dem Münchner Viktualienmarkt für mich verblüffend waren (OK, derzeit tagsüber 30 Grad Temperaturunterschied, aber wir wollen mal nicht so kleinlich sein):

Wochenmarkt
Fortbewegungsmittel gibt’s zwei typische auf Sri Lanka, eines mit Allradantrieb und eines mit Viertakter:

Verkehrsmittel
Und weil’s so schön war, hab ich mir gleich ein Grundstück direkt am Südostufer der Insel mit Blick Richtung Tsunami gesichert:

Grundstück mit Meerblick
Gut, Spaß beiseite. Wer bis hierher gelesen hat, dem sag ich gerne, dass es eine landschaftlich wundervolle Insel ist, die viel Abwechslung dank unterschiedlicher Vegetationszonen bietet. Weitläufige Nationalparks (v.a. mit Elefanten) genauso wie Gebirge.
Wuselige Städte mit geschäftigen Märkten. Und viel Buddhismus, meiner Auffassung sogar weniger streng als in manch anderen asiatischen Ländern. Auf Sri Lanka leben Buddhisten, Hinduisten und Moslems eng beisammen, teilweise haben sie sogar gemeinsame Tempelgelände. Wow, das ist Religionsverständigung.
Die Menschen, sofern sie nicht gerade in den schon total von Touristen verdorbenen Gebieten arbeiten, sind freundlich und hilfsbereit – nebenbei bemerkt sprechen viele englisch, da es der gemeinsame Nenner zwischen Singhalesen und Tamilen ist, die beiden größten Bevölkerungsgruppen der Insel. Auch die leben trotz des Befreiungskrieges im Norden einträchtig miteinander im restlichen Teil der Insel. Findet man nicht überall auf so engem Raum.
Mein Tourihotel zu Anfang, in dem ich auch Sylvester gefeiert hab, war nördlich der Hauptstadt und gut, nach der Rundreise war ich noch einige Tage südlich im seit langem für Touristen erschlossenen Gebiet rund um Bentota – da hätte ich auch gleich nach Rußland fahren können, wenn’s da gerade nicht so kalt wäre. War sicher mal schön dort, jetzt keine Empfehlung mehr.
Wer also ein noch nicht touristisch übererschlossenes Land (wie z.B. Thailand) sucht, das gleichzeitig schon länger an den Westen angenähert ist (wie z.B. Vietnam nicht), der ist mit der ehemaligen englischen Kolonie gut bedient. Und billig ist’s dort auch
Zu guter Letzt dann noch eine Empfehlung für die Ausreise, entnommen einer Reise-Infomappe von Jahn-Reisen. Mit billigen Kindern sollte man unterwegs sein (“Kinder unter 15 Jahren dürfen bis zu einem Gesamtwert von 175 Euro ausgeführt werden”):
Kinderwert
UPDATE:
Ich habe jetzt einfach mal einen Teil unserer Bilder online gestellt, sind nicht großartig aussortiert. Hier.