Archiv für April 2008

vom Corsa zum Golf plus

Sonntag, 27. April 2008

Seit ca. zwei Wochen bin ich nun Besitzer eines frischen Golf plus united, mein erstes wirklich neues Auto.

Golf plus united

OK, die Wartezeit war ungewöhnlich lange, bestellt hatte ich Ende Dezember und geliefert wurde am 9. April, also nach 15 Wochen. Aber seitdem bin ich damit hochzufrieden, bei der Modellreihe united sind nahezu alle Extras serienmäßig bereits dabei - vom Preis her unschlagbar.

Benzinsparend fährt er auch, sofern ich das möchte. Mit ca. 110 km/h im sechsten Gang auf der Autobahn dahinrollen kostet ca. 5,5 Liter - vergleichbar mit meinem bisherigen Corsa B mit halb so viel PS.

Aber da ich an sich überhaupt kein Autonarr bin, hör ich jetzt einfach auf, mehr kann ich sowieso nicht dazu sagen ;-)

(das Bild ist von VW übernommen)

Lachnummer OOXML?

Dienstag, 22. April 2008

Die Meldung muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen:

Nicht einmal Microsoft unterstützt OOXML-Standard

Office 2007 ist inkompatibel zum ISO-Standard Office OpenXML

Sorry, aber da müssen sich das DIN und die ISO an die eigene Nase fassen.

Mal wieder GEZ

Sonntag, 20. April 2008

Ich hatte ja bereits vor zwei Jahren meinen Spaß, zwischenzeiltich habe ich sie ignoriert. Aber jetzt war mir wieder mal nach Reaktion, nachdem der Briefterror weiterging:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich verweise auf mein Schreiben vom 5.6.2006.

In Ihrem Schreiben teilen Sie mir mit „auf unsere Schreiben vom 19.02.2008 und vom 20.03.2008 haben Sie leider nicht reagiert“. Leider reagieren Sie nicht auf mein oben bezeichnetes Schreiben.

Weiterhin drohen Sie „Ersparen Sie uns weitere Maßnahmen, indem Sie beiliegenden Antwortbogen bis zum 08.05.2008 ausgefüllt zurücksenden“. Ich verweise ausdrücklich auf obiges Schreiben von mir.

Um es mit Einstein zu sagen:
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0, und das nennen Sie dann Ihren Standpunkt.

Es ist für mich unverständlich, mit welcher Ignoranz und Arroganz die GEZ den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes gegenübertritt. Ich gehe davon aus, dass diese Einrichtung überwiegend mit hirnlosen Lemmingen besetzt ist – anders kann ich mir das Verhalten dieser Einrichtung nicht erklären.

In diesem Sinne bitte ich Sie erneut mich nicht weiter zu belästigen. Alle weiteren Briefe dieser Machart wandern in den Papierkorb.

Mit freundlichen Grüßen

Mal schauen. Wird zwar wieder keinen nachhaltigen Erfolg haben, dafür geht’s mir jetzt besser.

Microsoftlizenzen kaufen, über Alternativen nachdenken

Montag, 07. April 2008

Verwaltungsinterne Kongresse haben den Vorteil, dass die Anwesenden nicht ständig dem aggressiven Lobbying ausgesetzt sind. So steht beim KoopA z.B. nur ein reiner Microsoftvortrag auf dem Konferenzprogramm. Respekt.

Die Gespräche in den Vortragspausen an unserem LiMux-Infostand hatten oftmals das gleiche Fazit: wir schauen auf euch und drücken euch (Münchnern) die Daumen, sind aber selbst noch nicht in der Lage, den gleichen Schritt zu machen.

Warum?

Oft ist es die Angst vor Unbekanntem und der Druck, schnell und günstig Erfolge zu bieten. Veränderungsprojekte, wie es jeder Schwenk zu freier Software und offenen Standards derzeit noch ist, müssen zunächst für die Sünden der Vergangenheit zahlen. All die Kosten der Abhängigkeit, in die man sich in den vergangenen Jahren begeben hat, müssen zunächst getragen, um dann künftig gespart zu werden. Das ist harter Tobak für viele Entscheider in Behörden, v.a. für die doch kurzlebige Politik. Effekte werden erst in der nächsten Wahlperiode deutlich, also was interessiert mich das?

Trotzdem befassen sich viele mit der Möglichkeit künftig ihre IT auf offenen Standards und mit freier Software zu betreiben. Die Potentiale werden erkannt, Alternativen werden diskutiert und zum Teil sogar exemplarisch umgesetzt. Aber bis das zu 100% ausgetestet ist und sich die Wirtschaftlichkeit eines mutigen Schrittes auch für den uninteressiertesten Entscheider/Politiker so deutlich zeigt, dass es nur eine Antwort geben kann - bis dahin werden erstmal die vorhandenen Microsoftprodukte weiter betrieben und schlimmstenfalls wird zunächst noch eine “Zwischenmigration” in Angriff genommen.

Es fehlt in Deutschland an behördeninterner positiver und vernetzter Überzeugungsarbeit. Es gibt neben den bekannten Protagonisten eine Vielzahl von positiven Beispielen für den wirtschaftlichen, effizienten und letztlich erfolgreichen Einsatz von freier Software - nur weiß niemand davon. Viele trauen sich nicht, über ihre positiven Erfahrungen zu berichten, zu groß ist die Angst vor der Antwort Microsofts.

Hier liegt meiner Meinung nach eine große Herausforderung. Es liegt jetzt an den wenigen Protagonisten, das Heft in die Hand zu nehmen und die Vorteile der Unabhängigkeit von einem Hersteller, am besten hinterlegt mit konkreten Beispielen, deutlich öffentlich darzustellen. Verwaltungen müssen ein enges Netzwerk knüpfen, in dem sie gegenseitig voneinander profitieren, Erfahrungen sammeln und weitergeben und eine Dynamik bzgl. freier Software entwickeln, denen ein Großkonzern mit hervorragender Lobbyabteilung (Lob an Microsoft!) nichts entgegenzusetzen hat. Wir Verwaltungen müssen den Community-Gedanken endlich richtig aufgreifen und leben.

Vergaberecht auf hessisch: die Antwort

Montag, 07. April 2008

Vor einigen Tagen hatte ich bereits die nichtöffentliche Vergabe von Aufträgen an Microsoft in Hessen beschrieben. Im Nachgang hatte ich noch einige Fragen über das Kontaktformular auf der Webseite gestellt:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich frage mich, wie von Ihnen über 200.000 Euro ohne öffentliches Ausschreibungsverfahren an die Firma Microsoft vergeben werden können, siehe http://ted.europa.eu/official/ojs/tender/DE/2008087539.html .

  • Welche technischen Anforderungen sind denn so einzigartig, dass nur die Firma Microsoft sie erfüllen kann?
  • Haben entsprechende Alternativbetrachtungen stattgefunden?
  • Wurden Lösungen basierend auf offenen Standards und freier Software berücksichtigt?
  • Wenn ja, warum kamen diese nicht zum Zug?

Vielen Dank für eine baldige Antwort

Heute kam die Antwort:

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir wie folgt beantworten:
Im Rahmen eines europaweiten offenen Verfahrens über den Bezug von Standard-Software wurde der Fa. PC-Ware im Jahr 2006 der Zuschlag erteilt. Über die dabei abgeschlossenen Rahmenverträge wird den Dienststellen des Landes Hessen der Bezug von Standard-Software (sowohl Microsoft als auch Non-Microsoft) ermöglicht. Ein direkter Bezug von Standard-Software ausserhalb dieser Rahmenverträge erfolgt nur bei Spezialbedarf unter Berücksichtigung der vergaberechtlichen Vorschriften.
Mit freundlichen Grüßen
XXX
Bereichsleiterin Kommunikation und Information

Ahja. Auf meine Fragen ist die Absenderin nicht eingegangen.