Vor einer Woche habe ich noch frustriert festgestellt, dass mein neuer web’n'walk USB-Stick (HSDPA) nicht mit Linux zusammenarbeitet (siehe hier). Das war letzte Woche, seit eben geht’s
Es galt zwei Probleme zu umschiffen. Zunächst verhält sich der Stick wie ein Speichermedium (usb-storage), damit beim Anstecken unter Windows sogleich die auf dem Stick befindlichen Treiber geladen werden. Ist das Gerät aber als Speichermedium erkannt, lässt es sich nicht als Modem nutzen. Für eine Vielzahl von ähnlichen Geräten gibt es dazu das Tool usb_modeswitch, mit dem der Gerätemodus von Speichermedium auf Modem umgeschaltet werden kann. Danach greifen normalerweisde die normalen udev-Regeln und die Modemtreiber (usbserial oder option Module) werden geladen, die Gerätedateien /dev/ttyUSBx werden angelegt und gut ist’s. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Josh, den Betreiber obiger Seite.
Und genau hier gab’s mit dem T-Mobile Stick das zweite Problem. Er wird von den Treibern im aktuellen Kernel nicht erkannt. Doch genau dazu gibt es bereits ein eigenes Modul, das von der Firma Option (die den Chipsatz bastelt) unter GPL hergestellt wird. Da ich in den Dateien Hinweise auf Debian gefunden habe, gehe ich davon aus, dass sie den Treiber als .deb bereitstellen möchten. Für den eePC gibt’s bereits fertige Pakete im Forum. Aber nun zum Treiber:
Ich habe einerseits das Modul hso (hier zu haben) und andererseits eine nur für genau diesen Stick benötigte Alternative zum obigen usb-modeswitch, das Tool “rezero utility” gebraucht. Prinzipiell beides mit make und make install schnell einzubauen (natürlich kernel-devel vorher installieren).
Wollte ich meinen Stick jetzt als Netwerkkarte ansprechcen (mit dem mitgelieferten Skript connect.sh), dann gab’s einen System-Freeze. Aber der Workaround steht auch bereits im Forum (siehe hier). Also ändern und nochmals bauen.
Seitdem kann ich nach dem Einstecken des Stick mittels “./connect.sh up” per HSDPA/UMTS online gehen. Das Skript natürlich vorher noch anpassen:
export APN=”internet.t-mobile”
export USR=”t-mobile”
export PAS=”tm”
und die PIN natürlich
Finde ich gut, wie die Firma Option agiert und Treiber für ihre Hardware unter GPL vertreibt.