Gedankenaustausch mit Extremadura
Freitag, 24. November 2006Die Region im Südwesten Spaniens ist mit unserem LiMux-Projekt nur bedingt vergleichbar, sind sie uns doch weit voraus. Knapp 80.000 PCs (überwiegend in Schulen und öffentlichen Einrichtungen) setzen dort bereits das debian- und gnomebasierte gnuLinex ein, weitere (v.a. in der Verwaltung) folgen in der nächsten Zeit. Vom Aufbau der technischen Betreuung sind dort ein fünfköpfiges Entwicklerteam, das sich um die Pflege des Systems kümmert und weitere 20 Personen für die Dokumentation und Betreuung. Der Support wird durch die SysAdmins vor Ort geleistet. Vor der Migration der Verwaltung sind ebenso wie in München die Fachverfahren (Spezialsoftware für die Verwaltung) genauer zu betrachten und in vielen Fällen erstmal per Zwischenlösung (Wine, Terminalserver, …) verfügbar zu machen.
Mit dabei beim gestrigen Treffen war ein Vertreter von Softwarelivre.org und eine Vertreterin der FSFE. Eine Idee ist, hier den Austausch zwischen den öffentlichen Verwaltungen weltweit noch weiter anzuregen. Wir haben zunächst vereinbart, dass wir auf technischer Ebene den Austausch vertiefen wollen (z.B. Entwicklertreffen) und alles weitere wird sich dann evtl. ergeben. Schon sehr spannend, was dort in Spanien auf ganz pragmatische Art und Weise erfolgreich passiert.