Ohne Schweinsbraten keine Moschee

So schreibt die SZ von heute (Link). Dabei geht es darum, dass im Stadtteil Sendling in nächster Nähe zu einer christlichen Kirche eine Moschee gebaut werden soll (hier habe ich schon mal was dazu geschrieben). Dagegen gibt es von Seiten entrüsteter Bürger erheblichen Widerstand, den die Münchner Opposition (=CSU) gerne aufgreift und ausschlachtet.

So ist es denn auch nicht weiter verwunderlich, dass nun das Argument “weil Muslime aus religiösen Gründen kein Bier trinken und keinen Schweinebraten essen, sollen sie keine Moschee bauen dürfen” von der Initiative “Bürger für Sendling” in die Schlacht gebracht wird. Der Moscheebau widerspreche der bayerischen Verfassung, die heimatliche Kultur zu bewahren.

Was bei uns alles in der Verfassung steht… lang lebe der König!

18 Antworten zu “Ohne Schweinsbraten keine Moschee”

  1. blackm sagt:

    Na solange die Kirche in der Naehe der geplanten Moschee nicht abgerissen wird, bleibt die heimatliche Kultur doch erhalten….

  2. Charly sagt:

    Bevor man so einen Schmarrn schreibt, sollte man die Pedition erst einmal gelesen haben! Dieser Artikel der SZ wurde auf das schärfste bekämpft. Siehe die Leserbriefe, die geschrieben wurden.
    Man schnappt eine Überschrift auf und gibt unwissend über dieses Thema einen Kommentar ab. Genau dieses Verhalten kann man jetzt bei den Muslimen miterleben. Schnappen einen Ausschnitt einer Rede vom Papst auf, ohne die ganze Rede und dessen Inhalt zu kennen und zu verstehen und machen dann große Randale. Schaltet doch erst mal euer Hirn ein und holt euch Hintergrundwissen, bevor Ihr einen solchen Artikel oder Kommentar abgibt.

  3. floschi sagt:

    Ich find’s trotzdem weiterhin oberpeinlich für ein angeblich aufgeklärtes, westliches Volk, den Bau einer Stätte einer anderen Religion zu bekämpfen. Tja, am Stammtisch denkt man da aber anders, das ist klar. DORT wird kein Hirn eingeschaltet.

  4. tom sagt:

    Was viele nicht wissen: Selbst in der Türkei ist es Frauen nicht erlaubt, in der Universität oder der Schule mit einem Kopftuch zu erscheinen.
    Die besonders gäubigen Muslime kommen nicht nur deswegen besonders gerne in das (dumm-)tolerante Deutschland, wo alles Fremde mehr geschützt und gewertschätzt wird, als das Einheimische.
    Nicht jeder Muslim ist ein Terrorist, doch trotzdem vermisst man eindeutige Stellungnahmen dieser Glaubensanhänger nach Anschlägen oder solchen Szenen wie dem Verbrennen der Papstpuppen.
    Würden wir unseren Glauben so verteidigen wie die Muslime ihren, wäre da nicht das Verbrennen von Papstpuppen eine Beschämung und Beschmutzung des katholischen Glaubens?
    Doch nein, wir sind tolerant und entschuldigen uns.
    Das Absetzen der Oper in Berlin war der Gipfel der Verleugnung unserer gesellschaftlichen Werte und die Kapitulation vor dem Terrorismus des Islam.
    Bevor unsere Gesellschaft sich immer mehr dem Diktat des Islam ergibt, sollte man vor dem Bau einer Moschee doch zumindest die Bewohner einer Stadt dazu befragen, den noch ist die Mehrheit der Stadt nicht überzeugt von der Notwendigkeit einer Moschee in der unmittelbaren Nachbarschaft.
    Und in einer Demokratie, so dachte ich zumindest, entscheidet immer noch die Mehrheit, und nicht die Minderheit, oder???

  5. Charly sagt:

    Wenn man so ein Bau keinenfalls bekämpfen soll, dann stellt sich mir die Frage, wie es denn wäre, wenn die Muslime Ihre Moschee am Marienplatz haben wollen. Auch ein Ort, der wie der Gotzinger Platz unter Denkmal und Esambleschutz steht. Sollen wir die dann auch bauen lassen?
    Ich bin der Meinung, die Sendlinger machen das schon richtig, daß sie sich wehren.
    Es gäbe ja noch andere gute Orte in München, wo nichts gegen den Bau einer Moschee stehen würde. Z.B. der Platz, wo jetzt noch die Rudi-Sedelmayer-Halle steht. Die Halle muß eh abgerissen werden und steht schon seit Jahren brach da. Warum muß die Moschee genau am Gotzinger Platz gebaut werden? Gegenüber einer Kirche? Warum sind die Muslime und die Stadt nicht mit einem anderen neutralen Ort einverstanden?
    Fragen über Fragen.
    Ach noch was!! Die bayerische Kultur besteht nicht nur (wie uns die SZ weiß machen will) aus Schweinebraten und Bier.
    Die Geschichte des Gotzinger Platzes geht bis zum Jahre 1705 n. Ch. zurück. Hier begann die Schlacht des Bauernaufstandes, welcher am 24.12.1705 an der Sendlinger Kirche blutig geendet hat. Dieser Platz schreibt auch Geschichte, die ÄLTER als München ist.

  6. floschi sagt:

    Seltsam, wie die schwarzen Knappen auch nach über einem halben Jahr später gezielt über einen herfallen… anscheinend dauert es ein wenig, bis der Laptop in der Lederhose (Zitat schwarzer Oberkönig Stoiber) warmgelaufen ist. Na dann prost im Bierzelt und lang lebe der König, ihr königlichen Knappen ;-)

  7. tom sagt:

    Alles wohl weniger eine Frage der Farbe als eine Frage des Intellekts und des Muts, trotz schrecklicher Vergangenheit nicht alles, was damals bekämpft worden wäre, aus Gründen einer Schlechten-Gewissens-Moral blindlings und unkritisch willkommen zu heißen.
    Ach noch was: bin schon seit Jahren “rot-grün”, hinterfrage aber auch dieses Verhalten in letzter Zeit…
    LassĀ“Dir Dein Bier trotzdem schmecken, Floschi…

  8. floschi sagt:

    Bevor das noch weiter ausufert: Mein Hauptkritikpunkt an dem Geschehen in Sendling ist das Vorgehen der Staatsregierung, an diesem speziellen Falle ein B-Planverfahren zu fordern und an anderer Stelle nicht. Der Moscheebau taugt nunmal hervorragend, um Stammtischparolen usw. in die Luft zu blasen und genau dieses Vorgehen des Herrn S. aus M. der CSU widerstrebt mir. Und das Meiste, was man als nicht direkt Betroffener über diesen Vorgang hört, trägt nunmal diese Handschrift.

  9. tom sagt:

    Gerade weil dieser Moscheebau in unsere heutigen Zeit sehr vorsichtig ( in jeder Hinsicht und in jede Richtung ) zu behandeln ist, finde ich das Eingreifen der Staatsregierung gut. Denn die Sendlinger Bürger, die in der direkten Nachbarschaft der geplanten Moschee leben, hatten sich in einem ersten Bürgerentscheid deutlich GEGEN diesen Bau ausgesprochen, was aber von der Regierung der Stadt unverschämterweise ignoriert wurde.
    Wo bleibt da die Demokratie? Bürgerentscheide sind nicht zwingend zu berücksichtigen, aber wer für das Volk regieren möchte, und nicht nur aus Profilsucht und Machtbessenheit, sollte doch darauf hören, finde ich.
    So, das wollte ich schon lange alles mal loswerden.

  10. floschi sagt:

    Gut. Nur dann soll die Regierung bitte überall mit dieser Konsequenz handeln, und nicht nur dort, wo sie offenkundig Bürger gegen ihre Konkurrenz in Stellung bringen kann. Das ist halt leider das typisch schwarze daran… und darunter leidet wohl auch eure Kampagne.

  11. tom sagt:

    Typisch schwarz ist im rot regierten München leider gar nichts. Oder wusstest Du - wie so viele meiner Berliner Freunde ( und nicht nur die ) - gar nicht, dass die Stadt München schon seit Jahren von der SPD regiert wird?
    Dieser bewusste Bürgerwille wurde infolge dessen von den Vertretern dieser Partei ignoriert, wogegen die von vielen so angeprangerte CSU vorging.
    Oftmals ist es besser nicht in Schwarz-Weiß zu denken, sondern etwas genauer hinzusehen.Schwarz ist nicht gleich böse und rot/grün nicht gleich gut…
    Ohne Frage, Bürgerentscheide sollten aber von allen Regierenden aller Parteien respektiert werden, da sind wir uns einig.

  12. andreas sagt:

    Hallo Miteinander,

    der Standpunkt der allermeisten Büger in München ist völlig klar - Keiner von diesen will eine große Moschee in Sendling! Bei den Nein-Sager handelt es sich nicht um dumpfe Stammtischparolen-Drescher, sondern in überwiegender Mehrzahl um aufgeklärte Bürger. An dem Begriff Aufklärung ist aber auch der Unterschied zu suchen bzw. zu finden. Aufgeklärt bedeutet hier, sich der Realität zu stellen und nicht in einer rosaroten Multikulti-Wolke vor sich hinzudämmern. Die islamischen Glaubensgemeinschaften in Europa werden aus Saudi-Arabien, Iran, Syrien, Lybien, Ägypten etc. finanziert und geschult. Wenn jemand glauben sollte, daß aus diesen Ländern eine rosarote Multikulti-Wolke zu uns - also nach Deutschland/Europa exportiert wird, so kann ich einen Besuch dort - und insbesondere in einer Moschee und Koranschule oder einem Freitagsgebet dort - nur wärmstens empfehlen. Integration und Toleranz gegenüber der westlichen/europäischen Kultur wird dort jedenfalls nicht gelehrt. Solange diese Toleranz aber nicht integraler Bestandteil des muslimischen Glaubens ist (und nicht nur ein Lippenbekenntnis!), die Abkehr von Zwangsehe und Durchsetzung der Scharia als einziger Rechtsinstanz sowie die Anerkennung von Demokratie (NICHT Theokratie!) und unserer freiheitlichen Grundordnung nicht Bestandteil muslimischer Glaubensgrundsätze ist, ist die Gründung weiterer muslimischer Gemeinden/Moscheen und damit die de-facto Bildung von muslimischen Brückenköpfen abzulehnen.
    Dies hat der überwiegende Teil der Bürger verstanden.

    Beste Grüße,

    andreas

  13. FloSchi sagt:

    Richtig, und wir sind ja sowieso die besseren Menschen. Das haben wir ja bereits versucht, den Unglaubigen und unzivilisierten Arabern mittels Kreuzzüge beizubringen.

  14. andreas sagt:

    Falsch - insbesondere auch historisch falsch.
    Die Kreuzzüge waren eine Antwort auf den massiven Expansionimus des Islam nach Europa im 7. Jahrhundert und später - ich hoffe doch, daß die Tatsache, daß Spanien, Teile von Frankreich und Italien, Malta, Zypern etc. über lange Jahrhunderte von Muslimen beherrscht wurden noch bekannt ist - oder ist das Gedächtnis in dieser Hinsicht selektiv?
    Übrigens, wurde Europa noch 2 weitere Male in der Vergangenheit massiv durch den Islam bedroht - sehr lange nach den Kreuzzügen!
    1529 war die erste Belagerung Wiens durch die muslimischen Türken, 1683 die zweite. Wie paßt das in das Kreuzzugbild? Oder ist auch hier das Gedächtnis selektiv?

    Beste Grüße,

    andreas

  15. FloSchi sagt:

    Ahso, dann geht es euch also um Rache aufgrund der Vergangenheit - “kein Muslim darf mehr seinen Fuß in unser arisches Reich setzen”? Klasse :-(

  16. andreas sagt:

    … und auch hier irrt FloSchi und weiß sich nicht mehr anders zu helfen, als die Nazi-Totschlagkarte zu ziehen. Das ist so unglaublich armselig.
    Zur Information: Meine Familie hat im 3. Reich einiges erleiden müssen, so daß ich die Anspielung “unser arisches Reich” als persönliche Beleidigung empfinde. Zweitens, habe ich wahrscheinlich an mehr Demos gegen Nazis teilgenommen als FloSchi und dafür auch schon auf die “Fresse” gekriegt.
    In Summe kann ich damit nur schlußfolgern, daß FloSchi geschichtlich nicht besonders “viel draufhat” und insbesondere aus der Geschichte nur meint gelernt zu haben, zum echten Diskurs bzw. zur tiefergehenden und damit über angelernte Reflexe gegen “Rechts” - was immer mit Rechts auch gemeint sein mag? - Analyse eines Themenkomplexes mit geschichtlichem Hintergrund nicht wirklich fähig ist.
    Möge er also weiterdämmern in seiner “Multi-Kulti”-Toleranz, die aber eigentlich nichts weiter ist als Ignoranz. Es reicht nicht, jeden Ausländer, der Gast hier ist (oder geduldet, oder asylsuchend, oder dauerhaft hier lebend oder oder oder) toll zu finden, um sich dann als toleranter gut-deutscher und aus der Geschichte-gelernthabender Kosmopolit zu fühlen, der sich dann im besten und wohlfeilen Sinne kosmopolitisch einen Döner gönnen kann.
    Wenn es nicht so traurig und dumm wäre, wäre es einfach nur lächerlich - denn auch an diesem deutschen Wesen, wird die Welt nicht genesen!

    Beste Grüße,

    andreas

  17. Charly sagt:

    Falsch!
    Ich glaube du hast es immer noch nicht begriffen, daß dieses Gebäude, welches als Moschee bezeichnet wird , aber ein Kulturzentrum mit Bad Kranschule, Büros und Wohnungen usw… werden soll. Das dieses Gebäude mit seiner Architektur und Ausmaße micht in das örtliche, denkmalgeschützte Stdtbild passt. Hier geht es nicht um die Muslime, sondern um ein Gebäude! Es geht darum, daß so ein Gebäude einen architektonisch neutralen Ort benötigt. Es gäbe in München mehrere solche Standtorte, wo dies der Fall wäre, aber der OB mit seiner rosa-rot-grünen Regierung sturr auf diesen Platz beharrt. Darum streiten die Sendlinger.
    Ihr habt davon geschrieben, daß Integration nicht gelehrt wird. Das ist wohl war, da sich Türken, welche in Sendling die Moschee bauen wollen, abkapseln, nicht die Nähe der hier lebenden Bürger suchen, viele nicht einmal richtig deutsch können (auch der Vorstand des Vereins, der schon seit 20 Jahren hier ist) und sogar persönliche nachbarschaftliche Gespräche ablehnen. Mir kommt es so vor, als wollen Sie gar nicht. Wir lebten jetzt schon seit 18 Jahren friedlich mit Ihnen zusammen. Jetzt nebeneinander vorbei. Die akzeptieren nicht, daß dieses Gebäude hier fehl am Platz ist, und wir wollen dieses Gebäude hier nicht haben.

  18. FloSchi sagt:

    Ach andreas, schön, dass du die Weisheit mit Löffeln gefressen hast. Soll ich Mitleid haben, weil deine Familie leiden musste? Oder was tut das hier zur Sache?