Geld für die Kirche!
Was war das doch die letzten Monate für ein Zirkus um das Papst-Geburtshaus in Markl am Inn. Aber jetzt steht fest, wer den Zuschlag für geschätzte 4 Mio. Euronen bekommt: eine extra gegründete Stiftung. Beteiligt sind daran die sieben Bistümer des Freistaats Bayern. Gut, dass die katholische Kirche sich das Gebäude sichert und somit viel Geld in die Hand nimmt, um die rein kommerzielle Vermarktung durch Private zu verhindern. Löblich.
Jetzt aber kommt’s. Gestern verabschiedete die bayerische Alleinregierung einen Zuschuss von schlappen 1 Mio Euro zu dieser neuen Stiftung. Die gleiche Alleinregierung spart derzeit an allen Ecken und Enden, um das politischen Ziel eines ausgeglichenen Haushalts möglichst in diesem Jahr zu erreichen - aber gespart wird nur auf Kosten der Normalsterblichen, für die vom Staat unabhängige Kirche gibt es hingegen Geld. In dem Zusammenhang klingen unseres Landesvaters Worte von gestern wie Hohn, mit denen er er in seiner polemischen Art und Weise die für schlappe 14 Minuten täglich Streikenden des öffentlichen Dienstes pauschal abwatscht.
Lange lebe der König *g*
06. April 2006 um 13:22
Oh man, in Deutschland geht es uns zwar nicht so gut, aber so schlimm wie in Bayern ist es zum Glueck noch nicht….
15. April 2006 um 11:51
[...] Nunja, irgendwie hat das für mich einen sehr faden Beigeschmack, vor nicht allzu langer Zeit haben sich eben jene verständnislos zu den Reaktionen über die Mohammed-Karikaturen geäußert. Und jetzt, wo die christliche Kirche betroffen ist, da sieht das natürlich ganz anders aus. Da schreit sogar der Staat nach Ächtung dieses gottlosen Senders MTV. Staat und Kirche, in Bayern sowieso ein, wie ich hier erst kürzlich festgestellt hatte. [...]
18. Juni 2006 um 16:40
[...] Das ich das noch miterleben durfte. Heute war der erste verkaufsoffene Sonntag in meinem Bundesland, in dem Kirche und Staats seit langem eins sind. Der Fußball-WM sei dank. Und ich habe Leute gesehen, verdammt viele Leute. Mürrische Verkäufer-/innen habe ich gar keine gesehen, alle waren voll bei der Sache und hochengagiert. [...]