Kurzanleitung: lighty unter Debian
Samstag, 29. April 2006Nachdem der lighttpd jetzt schon seit einiger Zeit den Apachen beim Debianhowto.de ersetzt, habe ich die grundlegenden Schritte mal auf deutsch zusammengefasst:
Nachdem der lighttpd jetzt schon seit einiger Zeit den Apachen beim Debianhowto.de ersetzt, habe ich die grundlegenden Schritte mal auf deutsch zusammengefasst:
Beim Lesen der in Chris Hauggs Blog genannten URL hab’ ich mich gerade am Fußboden gekringelt:
http://www.rootforum.de/forum/viewtopic.php?t=40195&highlight=
UPDATE: Ich fasse es nicht, schon wieder einer: http://www.rootforum.de/forum/viewtopic.php?t=40340
Schlagzeile der Münchner TZ von heute: “Kardinal Wetter will TV-Serie verhindern”, siehe auch hier.
Wow, wer sich da alles zu Wort meldet. “Verächtlichmachung des katholischen Glaubens”, “keinerlei Respekt vor Religion und Glauben” und unser nahezu gottgleicher Landesvater “Ich halte das für einen üblen Angriff auf viele Menschen unter dem Deckmantel der Satire”. Er will versuchen, die Gesetze zu verschärfen.
Nunja, irgendwie hat das für mich einen sehr faden Beigeschmack, vor nicht allzu langer Zeit haben sich eben jene verständnislos zu den Reaktionen über die Mohammed-Karikaturen geäußert. Und jetzt, wo die christliche Kirche betroffen ist, da sieht das natürlich ganz anders aus. Da schreit sogar der Staat nach Ächtung dieses gottlosen Senders MTV. Staat und Kirche, in Bayern sowieso eins, wie ich hier erst kürzlich festgestellt hatte.
So ticken wir eben, die ungläubigen Barbaren im Morgenland und wir hochzivilisierten Besserbayern im Abendland
Und wieder mal: lang lebe unser König!
Was war das doch die letzten Monate für ein Zirkus um das Papst-Geburtshaus in Markl am Inn. Aber jetzt steht fest, wer den Zuschlag für geschätzte 4 Mio. Euronen bekommt: eine extra gegründete Stiftung. Beteiligt sind daran die sieben Bistümer des Freistaats Bayern. Gut, dass die katholische Kirche sich das Gebäude sichert und somit viel Geld in die Hand nimmt, um die rein kommerzielle Vermarktung durch Private zu verhindern. Löblich.
Jetzt aber kommt’s. Gestern verabschiedete die bayerische Alleinregierung einen Zuschuss von schlappen 1 Mio Euro zu dieser neuen Stiftung. Die gleiche Alleinregierung spart derzeit an allen Ecken und Enden, um das politischen Ziel eines ausgeglichenen Haushalts möglichst in diesem Jahr zu erreichen - aber gespart wird nur auf Kosten der Normalsterblichen, für die vom Staat unabhängige Kirche gibt es hingegen Geld. In dem Zusammenhang klingen unseres Landesvaters Worte von gestern wie Hohn, mit denen er er in seiner polemischen Art und Weise die für schlappe 14 Minuten täglich Streikenden des öffentlichen Dienstes pauschal abwatscht.
Lange lebe der König *g*
Derzeit tönt er wieder, zu allem und jedem gibt es einen Kommentar von unserem obersten Hirten im Land des südlichen Bergvolkes. Seine Haltung zur Integration ausländischer Schüler ist seit gestern bundesweit bekannt (keine Integration sondern Bildung von speziellen stigmatisierenden Aussätzigenkursen), heute lese ich in der Süddeutschen gleich zwei weitere nicht minder interessante Aussagen, die er im Rahmen einer gröhlenden Bierzelt-Meute auf dem Fürstenrieder Volksfest (typisch bayrisches Klischee eben) zuletzt von sich gegeben hat.
Im Hinblick auf den auch in Bayern andauernden Streik im öffentlichen Dienst: Von “diesem Zirkus wegen 14 Minuten Mehrarbeit” lasse er sich jedoch “nicht unter Druck setzen”. Tara - die Menge gröhlt.
Und noch viel interessanter. In München-Sendling soll, nach jahrelanger Diskussion, gegenüber einer christlichen Kirche eine Moschee gebaut werden. Die rot-grün regierte Stadt ist drauf und dran, dem sich in die nähere Umgebung einfügenden Baus eine Genehmigung zu erteilen. Da springt der Landesvater dem aufgebrachten Bierzeltvolk hilfreich zur Seite. Er werde “prüfen, ob man ein Bebauungsplanverfahren rechtsaufsichtlich erzwingen kann”. Tara - die Menge gröhlt. Vielleicht sollte dem gottgleichen Landesvater mal einer stecken, dass den Gemeinden durch das Grundgesetz und die Bayrische Verfassung einige Hoheiten garantiert sind, u.a. auch die Planungshoheit. Selbst ein göttlicher Landesvater dürfte es schwer haben, sich aus polemischer Wahlkampftaktik über die Verfassung hinwegzusetzen.
Wie gut, dass wir in Bayern sind. Dort gibt das überaus intelligente Wahlvolk seit Jahren einem Landesvater die absolute Mehrheit, der bei den arbeitslosen Faulpelzen in den östlichen Nachbarbundesländern glatt durchfallen würde.
Lang lebe der König!
Prost Mahlzeit, jetzt hab’ ich als geborener Bayer wieder richtig Lust auf Bierzelt - aber ohne einem Pausenclown