offene Formaten bei Bundesbehörden - JA!
Seit drei Monaten gibt es die Petition bereits, interessanterweise macht sie erst jetzt die Runde:
http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?Petitionid=11
Der elektronische Dokumentenverkehr der Bundesbehörden (Internet, e-Mail,u.ä.) soll aus Gründen des leichteren Zugangs, der günstigeren Archivierung und der Barrierefreiheit ausschließlich über offene Dokumentenstandards anerkannter Standardisierungsgremien der Informationstechnik (ISO, OASIS , u.ä.) abgewickelt werden. Bei der Softwarebeschaffung der Bundesbehörden soll (ggf.) mit einer Übergangsfrist darauf geachtet werden, dass die verwendete Software diese Standards erfüllt.
Die Frage der Dokumentenformate zum Dateiaustausch ist für Privatpersonen größtenteils unerheblich, für Behörden und Unternehmen jedoch grundlegend. Solange ein nichtoffener Quasistandard eines amerikanischen Monopolisten die Kommunikation zwischen Behörden, Bürgern und der Wirtschaft alleine dominiert, solange ist die Abhängigkeit von der Software dieses einen Wirtschaftsunternehmens, das sein Geld in den Vereinigten Staaten ausgibt, unüberwindbar gegeben. Zugegeben, diese Firma bekennt sich selbst zu XML, allerdings steht dabei die Entwicklung und Standardisierung eines eigenen “offenen” Formates im Vordergrund. Warum wird nicht auch von deren Produkten zukünftig das bereits vorhandene und standardisierte OpenDocument-Format genutzt?
Ein Schritt in diese Richtung ist sicherlich, wenn immer mehr den vorhandenen offenen Standard nutzen und somit den Monopolisten zum Handeln bewegen, daher: unterzeichnen!
21. Dezember 2005 um 11:05
Auch ich frage mich seit langem, wieso Microsoft nicht einfach OpenDocument verwenden kann. Aber offenbar wollen sie unbedingt das Dateiformat selber definierien & danach die volle Kontrolle darüber haben… Schade eigentlich.