Archiv für Dezember 2005

LiMux geht weiter voran

Dienstag, 27. Dezember 2005

Nach dem turbulenten Sommer und unserem Auftritt auf der SYSTEMS war es zuletzt ruhig geworden um Münchens Weg zu mehr freier Software in der Stadtverwaltung. Genug Zeit für uns, um hinter den Kulissen voran zu kommen. Wo wir bezüglich Basis-Client, Softwareverteilung, System- und Konfigurationsmanagement, OpenOffice und Fachsoftware gerade stehen ist in der offiziellen Pressenotiz zusammengefasst:

Pressenotiz auf den Webseiten www.muenchen.de/limux

Noch vor dem Sommer soll der Basis-Client den interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Öffentlichkeit im Rahmen eines Infotages präsentiert werden. Nähere Informationen dazu folgen im Frühjahr.

Na dann warten wir mal gespannt auf das Frühjahr ;-)

Doku-Tool für Testabläufe gesucht

Mittwoch, 21. Dezember 2005

Szenario:
Eine Software soll vor dem Release getestet werden. Dabei sind jede Menge Personen beteiligt, die einzelene Testfälle durcharbeiten und positives oder negatives Feedback geben. Und zuletzt soll der Manager entscheiden, ob das Produkt gut getestet und folglich releasefertig ist, oder ob es noch ein Weilchen Bug-Smashing braucht.

An sich nicht zu schaffen, gäbe es da nicht die Unterstützung für den armen Release-Manager. Und glücklicherweise kommt die auch noch aus der Welt der freien Software. Gleich mehrere Projekte stehen zur Wahl:

Achja, jetzt müssen die noch getestet werden :-( Hat jemand evtl. bereits Erfahrungen mit dem einen oder anderen davon und kann mir zu- oder abraten?

offene Formaten bei Bundesbehörden - JA!

Dienstag, 20. Dezember 2005

Seit drei Monaten gibt es die Petition bereits, interessanterweise macht sie erst jetzt die Runde:

http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?Petitionid=11

Der elektronische Dokumentenverkehr der Bundesbehörden (Internet, e-Mail,u.ä.) soll aus Gründen des leichteren Zugangs, der günstigeren Archivierung und der Barrierefreiheit ausschließlich über offene Dokumentenstandards anerkannter Standardisierungsgremien der Informationstechnik (ISO, OASIS , u.ä.) abgewickelt werden. Bei der Softwarebeschaffung der Bundesbehörden soll (ggf.) mit einer Übergangsfrist darauf geachtet werden, dass die verwendete Software diese Standards erfüllt.

Die Frage der Dokumentenformate zum Dateiaustausch ist für Privatpersonen größtenteils unerheblich, für Behörden und Unternehmen jedoch grundlegend. Solange ein nichtoffener Quasistandard eines amerikanischen Monopolisten die Kommunikation zwischen Behörden, Bürgern und der Wirtschaft alleine dominiert, solange ist die Abhängigkeit von der Software dieses einen Wirtschaftsunternehmens, das sein Geld in den Vereinigten Staaten ausgibt, unüberwindbar gegeben. Zugegeben, diese Firma bekennt sich selbst zu XML, allerdings steht dabei die Entwicklung und Standardisierung eines eigenen “offenen” Formates im Vordergrund. Warum wird nicht auch von deren Produkten zukünftig das bereits vorhandene und standardisierte OpenDocument-Format genutzt?

Ein Schritt in diese Richtung ist sicherlich, wenn immer mehr den vorhandenen offenen Standard nutzen und somit den Monopolisten zum Handeln bewegen, daher: unterzeichnen!

(K)ein Europäer des Jahres?!

Montag, 19. Dezember 2005

Unter http://www.floschi.info/2005/10/europaer-des-jahres/ hatte ich bereits einmal von der damals bevorstehenden Wahl berichtet, bei der auch Florian Müller, Kopf der nosoftwarepatents.com Kampagne, zur Wahl stand.

Mittlerweile gab es die Ergebnisse und - oh Wunder - Florian hat es in seiner Kategorie auf den ersten Rang geschafft ;-) Allerdings gibt es dabei auch ein weinendes Auge, weswegen er den Preis noch am gleichen Abend zurückgegeben hat: trotz der seiner Vermutung nach überwältigenden Mehrheit an Stimmen, hat es aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht für den Gesamtsieg, den der insgesammt stimmenbeste bekommt, gereicht.

Die komplette Verschwörungstheorie ist unter http://slashdot.org/~FlorianMueller/journal nachzulesen.

Schade, dass es der Veranstalter nicht schafft (oder nicht kann?), hier für Klarheit zu sorgen. Ein weiteres Kapitel europäischer Intransparenz in Perfektion :-(