Archiv für September 2005

LiMux zu schnell für die Medien?

Dienstag, 06. September 2005

Heise.de meldet heute “Linux-Migration in München verzögert sich“. Uff, schon wieder und ich weiß nichts davon?? In der Meldung steht dann eine konkrete Zeitangabe:

In der Münchener Stadtverwaltung werden nicht wie ursprünglich geplant in diesem Jahr die ersten der 14.000 PCs auf Open Source umgestellt (Projekt LiMux). Die Migration verschiebe sich auf kommendes Jahr…

Häh? Und was ist daran neu?

Im Frühsommer vor zwei Monaten hatte heise.de die nahezu identische Schlagzeile “Focus: Münchens Umstellung auf Linux verzögert sich” und im Text damals werde ich zitiert mit

Frühestens Mitte kommenden Jahres würden die ersten Rechner von Windows Abschied nehmen.

Und heise.de ist damit nicht alleine, die Computerwoche und N24 gehen den gleichen weg.

Das sind echte News, Respekt. Prima recherchiert, allerdings sollte die Meldung dann mit “Münchens Umstellung auf Linux im angepassten und mittlerweile bekannten Zeitplan” beschrieben werden - aber das liest ja keiner ;-)

Wer sich für den Ursprung der Meldungen interessiert, findet heute noch drei weitere Meldungen zu LiMux, allesamt weit vor der obengenannten Meldung veröffentlicht und auf Interviews bzw. Gespräche basierend:

  • silicon.de: LiMux: München geht auf Nummer sicher
  • zdnet.co.uk: Munich Linux migration slips to 2006
  • Linux-Magazin 10/05 (Printausgabe): Der Anzug muss passen

Der Artikel im Linux-Magazin hat mit den anderen Meldungen keinen Zusammenhang, der steht für sich und zeichnet ein objektives Bild dessen, was berichtet wurde.

“Es sieht aus wie Hiroshima”

Donnerstag, 01. September 2005

Mit diesen Worten zitiert die Süddeutsche Zeitung heute Haley Barbour, den Governeur von Mississippi, zum Zustand einiger Gebiete in seinem County.

Hallo, wo bitte lebt dieser Mann?

Es kann doch nicht sein, dass es sich auch nur ein US-Amerikaner anmaßt, diese Naturkatastrophe, die in ihren Ausmaßen mit Sicherheit schrecklich ist, mit dem brutalen hinterhältigen Mord an Abertausenden unschuldigen Zivilisten zu vergleichen, wie es die glorreiche USA vor gut 60 Jahren in Japan gemacht haben.

Hätte man in den vergangenen Jahren nicht soviel in “Heimatschutz” und Irak-Gemetzel investiert, sondern stattdessen in Küstenschutz, wie es angeblich von vielen vielen Wissenschaftlern gefordert wurde, tja dann wäre die Chance höher gewesen, dass keiner der Dämme bricht.

Lang lebe Amerika!