Mein Wahl-o-Mat
Auch ich nehme das Angebot natürlich gerne an und mache beim Trend mit. Hier mein Ergebnis:

Im ersten Moment war das Ergebnis für mich interessant, als ich mir dann aber Zeit genommen habe, um das Zustandekommen näher zu betrachten, erscheint es mir logisch.
Viele der gefragten Thesen gehören zu den klassischen Feldern der Union. Gerade Punkte, die vor allem mein direktes Umfeld, auch in Bezug zu freier Software, betreffen fehlen oder sind in “Überthesen” inkludiert.
Was jedoch definitiv nicht berücksichtigt wird ist die Nachhaltigkeit der Umsetzung und die Erfahrungen mit den einzelnen Parteien und vor allem Personen bisher. Klar, das kann und soll auch gar nicht Ziel des Wahlomat sein, hier geht es darum, die Auseinandersetzung mit den Wahlprogrammen der Parteien anzuregen, nicht sie zu ersetzen.
Wer wie ich bereits einschlägige Erfahrungen mit meinem “Gewinner” beim Wahlomat hat (gibt es in Bayern überhaupt eine Möglichkeit, um diese Partei herumzukommen?), hat neben den reinen Hauptthesen zumeist noch eine Reihe weiterer Gründe, eine Partei zu wählen oder eben nicht. So gibt es eine Vielzahl weiterer sachlicher Argumente für oder gegen Punkte aus den Wahlprogrammen, es gibt die Einschätzung der jeweiligen Kandidaten (nicht nur der Kanzler/innen Kandidaten), d.h. inwiefern traue ich denen jeweils zu, ihre Thesen auch später so umzusetzen oder mit dem jeweiligen Koalitionspartner Kompromisse einzugehen, usw.
Kurzum: Als Startschuss für die Auseinandersetzung mit den Inhalten ist der Wahlomat prima, die Entscheidung abnehmen kann er nicht - da steckt viel mehr dahinter.
31. August 2005 um 20:26
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