Hochwasser pünktlich zur Wahl
Das weckt doch Erinnerungen, kaum steht eine Bundestagswahl an (sofern das BVerfG am Donnerstag nichts anderes entscheidet), schon steigen die Pegel. Doch dieses Jahr ist einiges anders als beim letzten Mal.
Betroffen ist bisher fast ausschließlich Bayernland, das mit dem bösen Landesvater Edmund Stoiber, der vor nicht allzulanger Zeit für politische Empörung mit seinen offensichtlich undurchdachten (imho allerdings genau kalkulierten) Aussagen sorgte. Diesmal hat er alle Trümpfe in der Hand, sein Widersacher, Bundeskanzler Gerhard Schröder, kann diesmal nur verlieren.
Kommt Schröder nach Bayern, um den Betroffenen Unterstützung zuzusagen, wird es heißen:
Schaut her, da kommt er wieder vor der Wahl - diesmal nicht mit uns.
Kommt er nicht, wovon ich ausgehe, wird es heißen:
Damals bei den Ossis, da hat er geholfen, um seine Wahl zu gewinnen - bei uns hilft er nicht.
Stoiber hingegen kann nur gewinnen, er wird als fürsorglicher Landesvater den Betroffenen helfen, wie es jeder von ihm erwartet und er wird dafür entsprechend Lob einsammeln. Falsch machen kann er hier nichts, auch wenn er den Mund aufmacht :-/
Tja, jetzt wird es die CSU wohl über die zwei Drittel in Bayern schaffen, der Flut sei Dank…
In diesem Sinne viele Grüße aus dem trübsinnigen, verregneten und vorwinterlichen München
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