Es ist vollbracht

28. September 2008

Ich kann meinen Landsleuten an dieser Stelle nur gratulieren, sofern sich die Hochrechnungen einigermaßen bewahrheiten (man denke nur an die legendäre “wir haben die Wahl gewonnen”-Rede von Eddi).

Als letztes deutsches Bundesland hat Bayern heute, immerhin fast 19 Jahre nach dem Fall der Mauer, die “Diktatur” einer Partei abgeschafft.

Zeit wurde es und Demokratie funktioniert anscheinend doch noch!

Und der stärksten Kraft im Landtag gratuliere ich auch zu 40+x :-)

proaktives EPC - Lizenz zum Gelddrucken

14. September 2008

Seit Anfang dieses Jahrzehnts kombinieren sich zwei Arten des Projektcontrollings auf unheimliche Weise.

Zunächst einmal wird aus dem innerbetrieblichen Controlling, das aufgrund bewährter Strukturen bereits per se in der Lage ist, effizient und effektiv zu arbeiten, immer öfter das externe Controlling. Denn nur externe sind tatsächlich objektiv.

Des Weiteren wird aus dem normalen Controlling, das den Auftraggeber und die Lenkungsrunde bei der Steuerung unterstützt, das proaktive Controlling. Dieses greift bereits während der Entstehung von Ergebnissen ein und steuert hilft bereits der Projektleitung beim Steuern.

In Kombination natürlich richtig effizient. Proaktives externes Projektcontrolling, der Traum aller Verantwortlichen Auftraggeber. Bei Projekten die damit gesteuert werden, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Ein Werbespruch: “diese 2-5% des Projektbudgets sind ihre Lebensversicherung”.

Braucht man pEPC wirklich? Meiner Meinung nach nein, dahinter versteckt sich lediglich die von Beratungsunternehmen (neudeutsch: Consulting) geschickt verpackte Gelddruckmaschine.

Beispiel Ergebniscontrolling: Während früher z.B. Ergebniscontrolling darin bestand, die Erreichung von Meilensteinen (sowohl zeitlich als auch stichprobenweise inhaltlich) qualitätszusichern, wird im modernen pEPC bereits vorab der Prozess der Ergebnisfindung umfangreich begleitet. Klingt doch gut, oder?

Kann zu seltsamen Konstellationen führen, wenn für die Ergebniserstellung ein anderer Dienstleister verantwortlich ist. Man stelle sich vor: eine ressortübergreifend besetzte Arbeitsgruppe erarbeitet zu einem Thema ein Ergebnis, das danach zunächst durch die Projektleitung und dann die Lenkungsrunde abgenommen werden soll. Da es sich um ein komplexes Thema handelt hilft dabei ein Dienstleister mit. Nimmt man das proaktiv in pEPC ernst, dann wird der pEPC bereits während der Ergebnisfindung eingebunden, nicht erst wie früher üblich bei der Ergebnisabnahme. Hallo? Zwei Dienstleister für das gleiche Thema? Noch dazu muss der pEPC definitiv irgendetwas sagen, sonst würde auffallen, dass er überflüssig ist. “ihre Lebensversicherung”.

Beispiel Kostencontrolling: Große Projekte drohen oftmals bei den Kosten aus dem Ruder zu laufen. Deshalb leuchtet es ein, dass sich außerhalb des Projektes (muss es außerhalb des Konzerns sein?) noch jemand mit dem Mittelverbrauch des Projektes beschäftigt. Es sollte dabei die Planung und der jeweils aktuell tatsächliche Verbrauch im Auge behalten werden und gerade bei längeren Verträgen mit externen stichprobenweise geprüft werden, ob die Leistungen mit dem Auftrag vereinbar sind. Ist nur oftmals nicht zuviel zu tun und das fördert die Tendenz des externen pEPC, sich allumfassend um jede Ausgabe zu kümmern. Da wird dann schnell mal hinterfragt, warum 21,50 Euro hier und nicht dort verbucht wurden. Arghs.

Klar ist der Controller der natürlich Feind des Projektleiters. Der Versuch, diese Tatsache durch die Neudefinition von Tätigkeiten zu verschleiern und letztlich die Auftraggeber in trügerischer Sicherheit zu wiegen, gleichzeitig jedoch nur Mehrausgaben zu erzeugen, halte ich für den falschen Weg.

Liebe Consultants die pEPC anbieten: beweist mir bitte, dass mit eurem Ansatz Projekte tatsächlich besser gelaufen sind und Überschreitungen (Zeit, Budget) vermieden wurden.

München, Leipzig, Malaga, Peking - LiMux on tour im Herbst

14. September 2008

Jetzt sind langsam wieder alle da, die bayrischen Sommerferien enden heute. Nichtsdestotrotz liefen die Planungen weiter und ab dem morgigen Montag beginnt die Herbsttour.

Zunächst steht am 16.9.08 in Leipzig ein Treffen mit Vertretern des Sächsischen Landkreistages auf der Mittelstandsmesse Komkom an. Gerade in den neuen Bundesländern ist freie Software zuletzt immer öfter ein Thema, das Interesse seit Jahren auffällig groß.

Als nächstes wird das Open Source Observatory and Repository der EU Kommission (OSOR) auch offiziell eröffnet. Das findet im Rahmen der OpenSourceWorldConference in Malaga am 20.10.08 statt - und wir sind mit unserem WollMux als Gründungsmitglied natürlich vertreten. Derzeit läuft auch noch eine Anfrage, ob wir im allgemeinen Teil der imho überwiegend von Spaniern besuchten Konferenz über LiMux an sich informieren möchten… mal schauen ob’s was wird.

Direkt danach beginnt in München vom 21.10. bis 24.10.08 die SYSTEMS und diesmal ist LiMux sogar an zwei Ständen im Themenpark Perspektive Open Source vertreten. Einmal zusammen mit dem Auswärtigen Amt (dazu später mal mehr) und dann noch genau gegenüber zusammen mit unserem für Personal- und Organisation zuständigen Bereich. Nachdem München seit Monaten immerwieder gute Jobs im IT-Bereich an ganz unterschiedlichen Stellen bietet, möchten wir gemeinsam die attraktive IT-Arbeitgeberin “Stadtverwaltung München” darstellen.

Und zu guter Letzt noch ein kleines Schmankerl: auf Einladung der OpenOffice.org Community präsentiere und diskutiere ich unser Projekt auf der diesjährigen OpenOffice.org Conference vom 5. bis 7.11.08 in Peking. Dazu sicher später mehr.

Umfassende LiMux Infos auf englisch bei OSOR

24. August 2008

Karsten Gerloff hat aus einigen Interviews mit mir und meinen Kollegen einen umfassenden Bericht über die bisherige Geschichte von LiMux geschrieben und auf den Seiten des Open Source Observatory and Repository (OSOR) der EU veröffentlicht:

Link zur englischen Seite

Danke Karsten, jetzt hab’ ich endlich wieder eine gute englische Seite zum verlinken!

rottenneighbour.com

23. August 2008

Einfach krank: http://www.tagesschau.de/inland/internet104.html

Eine Webseite auf der man die Nachbarn denunzieren kann… naja, so weiß ich wenigstens, dass ich momentan noch keine Nachbarn mit Zugriff auf diese Seite habe *g*